Details zur Publikation:

Autor(en):  

Lukas Hauck, Kurt Schmidheiny, Maximilian von Ehrlich

Herausgeber:  

Die Volkswirtschaft

Publikationsdatum:  

3. Mai 2024

Die Schweizer Wohnbevölkerung ist zwischen 2000 und 2022 um 22 Prozent von 7,2 auf heute 8,7 Millionen gewachsen. Den grössten Anteil daran hat die Nettozuwanderung von 1,3 Millionen, aber auch die steigende Lebenserwartung hat dazu beigetragen. Zugenommen hat die Bevölkerungszahl insbesondere in den grossen Metropolregionen. So gehörten Zürich und Lausanne in den letzten 13 Jahren zu den am schnellsten wachsenden Metropolregionen in Europa. Zusätzlich zum Anstieg der Wohnbevölkerung ist die durchschnittliche Anzahl Personen in einem Haushalt gesunken und der Quadratmeterkonsum pro Person ist um 5,9 Prozent gestiegen.[4]

Die aussergewöhnliche Ausweitung der Wohnraumnachfrage in der Schweiz seit der Jahrtausendwende führte zu einem aussergewöhnlichen Anstieg der Wohnpreise. So stiegen die Mieten gesamtschweizerisch um rund 30 Prozent, die Preise für Stockwerkeigentum und Einfamilienhäuser um 80 bis 94 Prozent. Neben dem Anstieg der Anzahl Haushalte ist der Anstieg der Einkommen ein wichtiger Nachfragefaktor. Diese Preisdynamik führte zu einer signifikanten Ausweitung des Wohnraumangebots. Zwischen 2000 und 2022 stieg die Anzahl Wohnungen in der Schweiz um 33 Prozent oder 1,2 Millionen Einheiten. Die fast stetig sinkenden Zinsen in diesem Zeitraum erleichterten die Finanzierung dafür.

 

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